Schweizerische Gesellschaft der Vertrauens- und Versicherungsärzte

Leitbild

Begleitwort

Ein Leitbild ist gleichermassen ein Abbild des Moments wie des Selbstverständnisses. Jedes Leitbild lebt, verändert sich im Laufe der Zeit. Selbstverständliches ist es plötzlich nicht mehr, wird obsolet und muss revidiert werden. Es stellt sich somit die Frage, weshalb der Vorstand der SGV ein solches Leitbild für die Gesellschaft erstellt hat, zumal ja bereits ein Leitbild des Vertrauensarztes besteht, welches die Mitgliederversammlung vor Jahren genehmigt hat und welches im Manual abgedruckt ist. Letzteres betrifft aber die einzelne als VA tätige Person und nicht die Gesellschaft als Ganzes, ist eher ein Verhaltenskodex des einzelnen Mitgliedes unserer Gesellschaft.

Als medizinische Fachgesellschaft sieht sich die SGV als Teil der Versicherungsmedizin. Die Wurzeln und damit auch ihr Name gehen auf die damaligen Vertrauensärzte der Krankenkassen im alten KUVG zurück. Das seit 1996 gültige neue KVG hat in der Folge den Begriff des Vertrauensarztes erstmals klar umschrieben und ihm damit eine formelle Stellung zugeordnet. Dennoch ist es meist nicht so, dass sich die Vertrauensärzte ausschliesslich mit Fragen des KVG beschäftigen. Neben solchen der Heilungskosten im KVG wie im VVG sind es gleichermassen die Arbeitsunfähigkeitsbeurteilung in der Taggeldversicherung wie die Leistungs- und Risikobeurteilung in den Zusatzversicherungen. Alle diese Gebiete in den verschiedenen Sozial- resp. Personenversicherungen zählen heute zu den Betätigungsfeldern unserer Mitglieder.

Die SGV will weiterhin ihren Beitrag zur Versicherungsmedizin leisten. Im Rahmen eines Workshops im Juni 2005 entwickelten Vorstand und Arbeitsgruppen der SGV die Grundlagen für das vorliegende Leitbild. Anlässlich der Mitgliederversammlung 2006 wurde dieses vorgestellt und breit diskutiert. Die Inputs wurden vom Vorstand aufgenommen, der Entwurf angepasst und die nun definitive Version im September 2006 vom Vorstand verabschiedet.


Dr. med. Jürg Zollikofer, Präsident SGV

Leitbild

erarbeitet im Strategieworkshop in Scuol v. 23. - 25.06.2005

1. Präambel

Die SGV ist eine ärztliche Fachgesellschaft. Sie vereinigt an versicherungsmedizinischen Fragen interessierte Ärztinnen und Ärzte.*

2. Werte und Ziele

Die SGV befasst sich mit allen gesundheitspolitischen Fragen, die versicherungsmedizinische Aspekte betreffen. Insbesondere mit Fragen der Heilungskosten und der Risikobeurteilung.

3. Strategien und Methoden

In Anlehnung an die WBO** der FMH bietet die SGV Ärzten eine strukturierte, nachuniversitäre Weiterbildung zum Erwerb des Fähigkeitsausweises Vertrauensarzt an.

Die SGV unterstützt und fördert die Weiter-, Fortbildung und Forschung in versicherungsmedizinischen Fragen.

4. Beziehungen nach innen

Die SGV ist treibende Kraft in der Schaffung von Empfehlungsgrundlagen im versicherungsmedizinischen Bereich.

5. Beziehungen nach aussen

Die SGV ist mit ihrer Fachkompetenz mitbestimmend in Fragen der Versicherungsmedizin.

Ihre Stellung im Gesundheitswesen entspricht dem Status einer medizinischen Fachgesellschaft. Als solche präsentiert sie sich aktiv der FMH, den Partnern und der Öffentlichkeit. Im Bereich der versicherungsmedizinischen Fachfragen übernimmt sie eine führende Rolle.

Die SGV unterstützt die Behörden und Fachkommissionen in gesundheitspolitischen Entscheiden.

Die SGV kann im Rahmen ihres Betätigungsfeldes zu aktuellen Problemen im Gesundheitswesen Stellung nehmen.

6. Strukturen

Die SGV ist ein Verein und als solcher organisiert mit den entsprechenden Organen. Dem strategisch tätigen Vorstand untersteht eine operativ tätige, professionelle Geschäftsführung.

Ihren Mitgliedern bietet sie Informationen, Beratung sowie weitere fachspezifische Dienstleistungen an.

Die Fachkommission erarbeitet evidenzbasierte Grundlagen in versicherungsmedizinischen Fragen. Die Kommission für Weiter- und Fortbildung (KWFB) ist zuständig für die kontinuierliche, kompetente und wissenschaftlich anerkannte Weiter- und Fortbildung.

7. Ressourcen

Die SGV finanziert ihre Tätigkeit aus Mitgliederbeiträgen, Erträgen aus Dienstleistungen, Beiträgen Dritter sowie Vergabungen. Sie strebt dabei eine Miteinbeziehung der Versicherer, der Dachverbände FMH und santésuisse sowie der öffentlichen Hand an.

* Aus Gründen der sprachlichen Einfachheit wird in diesem Dokument nur die männliche Form gewählt. Die weibliche Form gilt stets als eingeschlossen.

** WBO, Weiterbildungsordnung der FMH

Schweizerische Gesellschaft der Vertrauens- und Versicherungsärzte

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